Mein dimuthea

Presse-Stimmen CD

Noch nie gehörte “Stille Nacht!”

(Sächsische Zeitung, 29. November 2018)

Dresdner lassen vergessene Weihnachtslieder für eine CD aufleben und schenken einem Klassiker neuen Klang.


Ein Villinger sucht und findet die Wurzeln eines ganz besonderen Weihnachtsliedes

(SÜDKURIER, 19. November 2018, 17:40 Uhr)

Der gebürtige Villinger Rolf Schinzel hat die Weihnachtslieder von Max Welcker neu entdeckt und sogar eine CD veröffentlicht. Alle Sprösslinge der Familie sind in der Region musikalisch verwurzelt. Mit zwei Hörproben im Video!

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Südkurier

Der gebürtige Villinger Rolf Schinzel hat die Weihnachtslieder von Max Welcker neu entdeckt und sogar eine CD veröffentlicht. Alle Sprösslinge der Familie sind in der Region musikalisch verwurzelt. Mit zwei Hörproben im Video!

von Claudia Hoffmann

Villingen-Schwenningen – Ein Lied, das der Vater immer an Weihnachten gesungen hat, war für den Musiker Rolf Schinzel der Auslöser, eine CD mit unbekannten Weihnachtsliedern des völlig in Vergessenheit geratenen schwäbischen Komponisten Max Welcker aus Augsburg aufzunehmen. Rolf Schinzel ist in Villingen geboren und aufgewachsen, seit 1990 lebt er in Dresden, wo er direkt nach der Wende eher durch Zufall gelandet ist.


Rolf Schinzel hat keine Mühen gescheut, um die Wurzeln des Weihnachtsliedes „Lichterglanz vom Himmelszelt“ aufzuspüren. Das Lied wurde im Kreise der Familie Schinzel in Villingen immer an Weihnachten gesungen. Bild: Robert Jentzsch
Rolf Schinzel hat keine Mühen gescheut, um die Wurzeln des Weihnachtsliedes „Lichterglanz vom Himmelszelt“ aufzuspüren. Das Lied wurde im Kreise der Familie Schinzel in Villingen immer an Weihnachten gesungen. Bild: Robert Jentzsch | Bild: Robert Jentzsch 0179-3288989

Ohne das Lied „Lichterglanz vom Himmelszelt“ gab es bei Familie Schinzel in Villingen kein Weihnachten. Rolf Schinzel hat noch vier Schwestern, die alle noch in Villingen und der Region leben und ebenfalls sehr musikalisch sind. Martina Hanke lebt in Wolfach im Kinzigtal und spielt seit vielen Jahren beim Sinfonieorchester Villingen-Schwenningen mit, Pia Binkert spielt im großen Orchester der Stadtmusik, und Regina Thoma ist seit Jahrzehnten beim Spielmannszug. Auch Rolf Schinzel selbst hat früher bei der Stadtmusik Horn gespielt. Seine Schwester Monika hat sogar ein Arrangement für die CD ihres Bruders beigesteuert.

Auf Recherche

„Mein Vater hat dieses Lied nach dem Zweiten Weltkrieg und der Vertreibung aus dem Sudetenland in den 50-er Jahren wohl in Norddeutschland kennengelernt“, erzählt Schinzel. Der Vater stimmte „Lichterglanz“ an, die Familie sang „Stille Nacht“ dazu. Erst Jahre später stellte sich Rolf Schinzel die Frage, wer dieses Lied, das für ihn untrennbar mit seiner Kindheit, seiner Jugend und seiner Familie verbunden ist, eigentlich komponiert hat. Eine lange Suche begann. Erst vor einiger Zeit wurde Rolf Schinzel fündig und stieß auf den Namen Max Welcker. „Noten waren aber nicht erhältlich und so habe ich es aus dem Gedächtnis ausgeschrieben und auf verschiedenen Weihnachtskonzerten gespielt“, so Schinzel.

Wichtiger Fund in Bayern

Stets gab es Nachfragen nach diesem Lied und dies spornte Schinzel an, seine Recherchen zu intensivieren. Fündig wurde Schinzel schließlich in der Bayrischen Staatsbibliothek, wo Noten Welckers liegen. „Er hat rund 535 Werke hinterlassen, die aus verschiedensten Gründen in Vergessenheit geraten sind“, berichtet Schinzel. Darunter sind alleine 70 Weihnachtslieder, die nie aufgeführt und aufgenommen worden sind. Diese Lücke in der Musikliteratur hat der Villinger Musiker jetzt mit der CD „Lichterglanz vom Himmelszelt“ mit dem Ensemble Dimuthea geschlossen. In mehreren Kompositionen ist das weltbekannte Weihnachtslied „Stille Nacht“ von Franz Xaver Gruber, das dieses Jahr seinen 200. Geburtstag feiert, durch Max Welcker verarbeitet worden. So auch im Lied „Lichterglanz vom Himmelszelt“.

Biographie erscheint im Sommer

Bei den Recherchen hat Schinzel so viel spannendes Material über den Chorleiter und Komponisten Max Welcker ausgegraben, dass der Ex-Villinger jetzt noch an einer Biografie schreibt: „Eigentlich hätte die auch an Weihnachten fertig sein sollen, aber es ist eine Fülle an Material geworden. Jetzt peile ich als Veröffentlichungstermin den Sommer 2019 an.“

Rolf Schinzel hat seine musikalische Ausbildung an der früheren Jugendmusikschule Villingen-Schwenningen mit Klavier, Gesang, Waldhorn, Kirchenorgel und Musiktheorie begonnen. Nach dem Studium hat er in Heidelberg Klavier, Gesang, Liedbegleitung und Kammermusik studiert. Danach hat er die Chance bekommen, als Assistent für Vokalkorrepetition an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ in Dresden anzufangen. Schnell hat sich Schinzel im Osten eingelebt, viele Kontakte geknüpft und schnell war für den Villinger klar, dass er in Dresden bleibt: „Ich fühle mich sehr wohl hier, es ist eine interessante Stadt.“

Schinzel auch in Zittau aktiv

Seit 2014 ist er auch in der Partnerstadt von Villingen-Schwenningen tätig, in Zittau: Er unterrichtet an der Kreismusikschule Dreiländereck in Löbau/Zittau – allerdings für deutlich weniger Geld, als seine westdeutschen Kollegen erhalten. Zu dem ohnehin schon geringeren Gehalt bezahlt die Kreismusikschule nochmals rund 30 Prozent weniger als andere Musikschulen im Osten. „Mein finanzieller Beitrag zur Wiedervereinigung beläuft sich mittlerweile sicher auf mehrere Hunderttausend Euro“, rechnet Schinzel vor. Seit 2016 hat er auch einen Lehrauftrag für Gesang an der Hochschule für Kirchenmusik der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsen in Dresden. Er hat sich in seiner Wahlheimat Dresden neben seiner Unterrichtstätigkeit ein Standbein als Musiker geschaffen, der mit verschiedenen Programmen auftritt.

Für den Vertrieb der neuen CD hat Rolf Schinzel mit einem Kollegen sogar eine Vertriebsgesellschaft gegründet: „Anders wäre das logistisch gar nicht machbar.“

Die CD

Die CD “Lichterglanz vom Himmelszelt” mit dem Ensemble Dimuthea, herausgegeben von Rolf Schinzel gibt es für 19 Euro zuzüglich Versand unter www.dimuthea.de/weihnachtscd_2018. Auch auf i-tunes ist die CD bereits erhältlich. (cho)


Max Welcker: Dresdner Chor huldigt vergessenem Komponisten

Der Dresdner Chor Dimuthea hat das Werk des bayerischen Komponisten Max Welcker (1887-1954) aus dem Dornröschenschlaf geholt
(Quelle:dpa) (Imke Zeutke,11/2018)

Wie das Ensemble am Donnerstag mitteilte, soll eine Doppel-CD mit bisher unveröffentlichten Weihnachtsliedern am 2. Dezember in Dresden vorgestellt werden.

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unisono 2/2016

Der Dresdner Chor Dimuthea hat das Werk des bayerischen Komponisten Max Welcker (1887-1954) aus dem Dornröschenschlaf geholt. Wie das Ensemble am Donnerstag mitteilte, soll eine Doppel-CD mit bisher unveröffentlichten Weihnachtsliedern am 2. Dezember in Dresden vorgestellt werden. “Welcker hat rund 535 Werke hinterlassen, die aus verschiedensten Gründen in Vergessenheit geraten sind. Darunter sind allein 70 Weihnachtslieder, die nie aufgeführt und aufgenommen worden sind”, sagte der Pianist Rolf Schinzel. Welcker stammte aus Augsburg und arbeitete auch als Organist, Chorleiter und Musikpädagoge.

Schinzel war bei der Suche nach einem Weihnachtslied seiner Kindheit auf Welcker gestoßen. In der Bayerischen Staatsbibliothek hatte er schließlich Erfolg. Dort fand er auch Kompositionen, bei denen Welcker den Weihnachtshit “Stille Nacht, heilige Nacht” von Franz Gruber verarbeitet hatte. Einige davon sind nun auf der CD “Lichterglanz vom Himmelszelt” zu hören. Die Aufnahme fällt mit einem Jubiläum zusammen. Denn vor 200 Jahren wurde der Klassiker “Stille Nacht, heilige Nacht” erstmals gesungen.

Das Ensemble Dimuthea entstand vor zehn Jahren trägt sein Programm quasi im Namen: “Die Musiktheatralischen” singen nicht einfach nur, sondern interpretieren Musik auch szenisch.
(mehr dazu bei www.rtl.de)

 

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