Mein dimuthea

Mitwirkende

dimuthea Reinhart Gröschel Rolf SchinzelStephan Reher

Christina Pößel (Sopran)Sina Neumärker (Gitarre) Ortrun Ehrhardt (Violine) Frieder Selisko (Klarinette)


dimuthea – Die Musiktheatralischen

dimuthea - Die Musiktheatralischen

Eigentlich wollten wir uns im Jahr unseres 10-jährigen Bestehens ganz auf das Festkonzert konzentrieren. Doch, wie es häufig kommt, wurde alles ganz anders: Nach unserem ersten Weihnachtskonzerten 2017 kam der Dresdner Pianist Rolf Schinzel auf uns zu und schlug uns die Mitwirkung bei der vorliegenden CD vor. Zunächst lehnten wir ab, da eine CD nicht mal so im Vorbeigehen eingespielt ist und wir ja für 2018 etwas ganz anderes vorhatten. Auf jeden Fall keine Weihnachtslieder. Am Ende ließen wir uns doch überzeugen. Denn es kommt nicht alle Jahre vor, dass eines der weltbekanntesten und meist gesungenen Lieder wie “Stille Nacht! Heilige Nacht!”, 200 Jahre alt wird, der Erstdruck des Liedes vor genau 185 Jahren in Dresden stattfand, ein Komponist, der sich intensiv mit diesem Lied beschäftigt hat, 140 Jahre alt geworden wäre und unser Ensemble seinen 10. Jahrestag feiert. Kurz gesagt: Wir haben die CD eingespielt, unser Festkonzert zum Ensemblejubiläum am 29. September in der ausverkauften Theaterruine St. Pauli durchgeführt und werden am 2. Dezember im Kulturrathaus unsere DoppelCD “Lichterglanz vom Himmelszelt” präsentieren.
Ein anstrengendes, aufregendes, aber auch tolles Jahr haben wir uns da zum Geschenk gemacht.


Reinhart Gröschel – musikalische Leitung

musikalischer Leiter: Professor Reinhart Gröschel

In der musikalischen und geistigen (ja auch geistlichen) Beschäftigung mit dem weihnachtlichen Teil der Kompositionen Max Welckers entstand in mir ein klingendes Bild, das genährt wurde von meiner eigenen Herkunft (Erzgebirge), meinem ökumenischen konfessionsübergreifenden christlichen Glaubensleben und dem musikantischen Erleben in hochprofessionellen Musikkreisen und dem Singen-unterm-Christbaum mit Kindern, Alten – in Familie, Altersheimen, Krankenhäusern, Gesellschaft und Gemeinde.
Ist so auch das Lebens- und Wirkungsumfeld des Volksschullehrers, Komponisten, Organisten, Chorleiters, Musikpädagogen und Herausgebers musikalischer Werke (Wikipedia) zu umreißen und in seiner Musik zu erspüren?
Ich habe versucht, mich in diesen musikalischen Alltag hineinzuversetzen und mit fiktiven Menschen vom Anfang des 20. Jahrhunderts – und mit UNS in der heutigen Zeit im Geist zu musizieren – das Harmonium, die Dorforgel oder das Hausklavier erklingen zu lassen. Und dazu spielen dann auch noch eine Violine, eine Klarinette und ganz besonders später die Gitarre.
Erwachsene singen mit Kindern, die Kinder danken dem Christkind und selbst Frau und Mann lassen ihre Stimmen im Duett miteinander erklingen

– „ w i e d a h e i m “ –

Und so bin ich dann auch an die chorische Gestaltung, an die verschiedenen Besetzungen, an kleine Bearbeitungen und die Auswahl der Begleitinstrumente herangegangen, kreativ, stimmungsvoll, abwechslungsreich in Inhalt und Ausführung – immer wieder auf das musikhistorisch Volksnahe und damals Gängige in der Aufführungspraxis stoßend.
Dann das Besondere: Die musikalische Auseinandersetzung, Ergänzung, Verknüpfung der eigenen Kompositionen Max Welckers mit dem damals schon etwa 100 Jahre alten Weihnachtslied „Stille Nacht, heilige Nacht“ von Franz Xaver Gruber.
Welch ein tief verwurzeltes Bekenntnis beider Komponisten zum christlichen Weihnachtsgeschehen und der Stille einer ganz besonderen Nacht!
Manche nennen sie „Hochheilig“.


Rolf Schinzel – Produzent, Orgel, Harmonium, Flügel

Rolf Schinzel

… hat das Lied “Lichterglanz vom Himmelszelt” in seiner Kindheit kennengelernt. Er erzählt:
“Es begleitet mich schon seit mehr als 50 Jahren. Mein Vater hat dieses Lied nach dem zweiten Weltkrieg und der Vertreibung aus dem Sudetenland in den 50er Jahren in Norddeutschland kennengelernt und es hat ihn sofort begeistert. Zuhause im Schwarzwald haben wir es in der Familie jedes Jahr am Heiligen Abend und in der Weihnachtszeit gesungen. Er stimmte “Lichterglanz” an, die Familie sang Stille Nacht dazu. Erst mit diesem Lied begann für ihn Weihnachten und ohne dieses Lied war für ihn Weihnachten nicht vorstellbar.
… Ich fand beim Stöbern in verschiedenen Archiven noch andere Lieder von Max Welcker, in denen „Stille Nacht“ verarbeitet ist.
Im März 2018 begann die Arbeit an der nun vorliegenden CD mit dem Ensemble dimuthea e.V. unter der Leitung von Prof. Reinhart Gröschel.
Ich bedanke mich bei allen beteiligten Mitwirkenden für die großartige künstlerische und logistische Leistung bei diesem einmaligen Projekt.”


Stephan Reher – Erzählungen

… erinnert sich:
Als ich ungefähr 7 Jahre alt war und meine Eltern mir erklärten, daß ich jetzt keine Gutenachtgeschichten mehr vorgelesen bekäme, da ich ja schon selber lesen könne, fragte ich: “Was hat denn das eine mit dem anderen zu tun?”
Im Laufe der Zeit wurde aus dem Kind, das Geschichten hören wollte, ein Märchenerzähler für andere Kinder und Erwachsene.
Wir alle brauchen Märchen und Geschichten, die unsere Phantasie befeuern, neue Horizonte öffnen und unsere Welt reicher und vielgestaltiger machen. Und gerade zur Weihnachtszeit ist die Phantasie besonders wach – denn der Jahreswechsel ist voll von Mythen, Märchen und Magie. Die Menschen saßen im Kerzenlicht oder am Kaminfeuer und erzählten sich die alten Sagen, von Kobolden, Elfen und Engeln. Denn sie wußten, dass gerade zwischen den Jahren die Grenze zur anderen Welt sehr durchlässig ist. Also: Macht die Fenster der Seele weit auf!


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