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Presse-Stimmen CD

Weihnachtslieder wunderschön interpretiert in Krumbach

(Augsburger Allgemeine, 10. Dezember 2019)

Der Chor Dimuthea aus Dresden begeisterte beim Gemeinschaftskonzert in der St. Michaelskirche zusammen mit dem Liederkranz Krumbach.

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Konzert Warum der namhafte Tonsetzer Max Welcker erst vergessen und jetzt wiederentdeckt wurde. Am 8. Dezember sind weihnachtliche Werke des Komponisten von Liederkranz und dem Ensemble Dimuthea in St. Michael zu hören

Von Thomas Niedermair

Ein in Details traumhaft schönes Konzerterlebnis wurde den Liebhabern qualitätvoller Chormusik unter dem Motto „Orana – Willkommen in der Weihnachtszeit“ in der Stadtpfarrkirche St. Michael in Krumbach beschert. Zur Aufführung kamen dabei nicht nur Werke des schwäbischen Komponisten Max Welcker (1878 – 1954), der seine letzten zehn Lebensjahre als Pädagoge und Chorleiter in Krumbach verbracht hat, sondern auch Weihnachtslieder aus mehreren Jahrhunderten und aus aller Welt.
Ihr diesjähriges Adventskonzert konnte die Chorgemeinschaft Liederkranz Krumbach, die von Max Welcker während dessen Aufenthalt in Krumbach geleitet worden ist, mit besonderen Gästen als – im wahrsten Wortsinn – stimmiges Gemeinschaftsprojekt gestalten. Das Dresdner Ensemble Dimuthea (eine Abkürzung für „DIe MUsikTHEAtralischen“), ein seit 2008 bestehendes Ensemble, dessen Mitglieder nicht nur hervorragend zu singen verstehen, sondern sich neben der Vokalkunst auch dem Theaterspiel widmen, überzeugte unter der Leitung seines ebenso charismatischen wie souveränen Dirigenten Prof. Reinhart Gröschel. Der herzhafte und ausdrucksstarke Auftritt dieses vierstimmigen Chores riss die Zuhörer im zu nachmittäglicher Stunde gutbesuchten Gotteshaus immer wieder zu starkem Applaus hin. Zum Gelingen dieser stimmungsvollen und von eindrucksvoller Stimmgewalt geprägten 100 Konzertminuten trugen auch der einheimische Liederkranz unter der versierten Leitung von Wolfram Seitz und der die Chöre am Klavier einfühlsam begleitende Welcker-Experte Rolf Schinzel bei, der gerade ein Buch über den von Krumbacher Schulkindern als „Sultan“ bezeichneten Lehrer und Musiker schreibt.

Den konzertanten Reigen eröffnete der Chor aus Dresden mit dem aus dem 15. Jahrhundert stammenden französischen Kinderlied „Carillon de Vendome“. Dem eingängigen Mittelalter-Stück über das geradezu himmlische Geläut von Kirchen- und Stadtglocken folgte mit dem australischen Song „Carol of the Birds“ von William G. James (1892 – 1977) ein vergleichbar glockenklar intoniertes Stück, in welchem verschiedene Vogelarten die Geburt Christi feiern und hierzu hingebungsvoll „Orana to Christmas Day“ bekunden. „Hijo de la luna“ („Mondkind“), von J. M. Cano 1986 komponiert, erlaubte einen Ausflug in romantisch-düstere Märchenwelten, ehe beim Kirchenlied „Mache dich auf und werde Licht“ (Musik: Markus Jenny) erstmals beide Chöre gemeinsam agierten und den mutmachenden Bibel-Text (nach Jes. 60,1) als mit der Gemeinde gesungenen Kanon präsentierten.

Hoffnung auf weiße Weihnachten bei den Krumbachern

Der Liederkranz brachte mit dem beliebten Winterlied „Leise rieselt der Schnee“ die Hoffnung auf „weiße Weihnachten“ zum Ausdruck, besang in „Schön ist die Erde“ unseren allen Krisen und Problemen zum Trotz immer noch faszinierenden Planeten und setzte mit „Engel singen Jubellieder“ wirkungsvolle Akzente.

Anschließend standen Kompositionen von Max Welcker im Mittelpunkt. Ihm und seinen Weihnachtsliedern haben der Chor Dimuthea und der Pianist und Organist Rolf Schinzel bereits im Jahr 2018 die Doppel-CD „Lichterglanz vom Himmelszelt“ gewidmet, auf der neben 24 Welcker-Stücken auch heiter-besinnliche Texte des Sängers, Erzählers und Literaten Dr. Stephan Reher enthalten sind. Daraus präsentierten Reinhart Gröschel und sein Ensemble zunächst die Lieder „Weihnachten“ (Op. 111,1), „Weihnacht“ (Op. 113,3), „Die Erde ruht in Frieden“ (Op. 76,6) und „O heilige Nacht!“ (Op. 111,3). Nachwuchssänger Albert Heimke vermittelte – vom Flötenspiel des Dirigenten begleitet – als überzeugender Solist in liebenswerter Manier den „Dank der Kinder an das Christkind“ (Op. 179,6), während die erwachsenen Chormitglieder bei „O Weihnachtsklang, o Weihnachtsglück“ (Op. 76,5) und „Weihnacht“ (Op. 113,3) glänzten. Sänger Uwe Hanicke trug mit munterer Mimik und kräftiger Stimme Texte von Stephan Reher vor, wie etwa das Gedicht „Das Waldweibchen“, und hatte dabei die Lacher auf seiner Seite.

Nach dem von beiden Chören und der Gemeinde gemeinsam gesungenen Kirchenlied „Die Nacht ist vorgedrungen“ von 1938/39 (Text: Jochen Klepper; Musik: Johannes Petzold) boten Wolfram Seitz und der Liederkranz mit „O du fröhliche“ und „Ihr Kinderlein kommet“ (nach der Krumbacher Melodie) bekanntes Liedgut in souveräner, sauberer Ausführung. Die Dresdner ließen mit dem englischen Weihnachts-Song „The First Noel“ (frühes 19. Jahrhundert), den sie sehr effektvoll mit dem eingängigen „Kanon“ von Johann Pachelbel (1653 – 1706) verbanden, einen weiteren Höhepunkt folgen.

Der Krumbacher Chorleiter Max Welcker hat wunderschöne Musik geschaffen

„Max Welcker hat wunderschöne Musik geschaffen“, betonte Reinhart Gröschel, „wenn man ein wenig den Staub der Spätromantik entfernt“. Die zum klangvoll krönenden Abschluss des Konzertes von zwei vierstimmigen Chören, nämlich von Dimuthea und dem hierbei auf der Empore agierenden Liederkranz, gemeinsam präsentierte „Heilige Nacht“ (Op. 81,2), bei der Chor 1 Franz Grubers und Josef Mohrs Originalfassung von „Stille Nacht“ singt, Chor 2 hingegen die Version des schwäbischen „Sultans“, verdeutlichte die kompositorischen Fähigkeiten Welckers besonders hörenswert. Das französische Lied „Cantique Noel“ von Adolphe Charles Adam (1803 – 1856) und – als Zugabe – Welckers „Weihnachtslegende“ (Op. 59a), von Dimuthea in makelloser Qualität gesungen, bescherten diesem gelungenen Gemeinschaftsprojekt ein passendes, weil stimmungsvolles und stimmkräftiges Finale.


Zehn Jahre wirkte Max Welcker in Krumbach

(Augsburger Allgemeine, 7. Dezember 2019)

Warum der namhafte Tonsetzer Max Welcker erst vergessen und jetzt wiederentdeckt wurde.
Am 8. Dezember sind weihnachtliche Werke des Komponisten von Liederkranz und dem Ensemble Dimuthea in St. Michael zu hören

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Konzert Warum der namhafte Tonsetzer Max Welcker erst vergessen und jetzt wiederentdeckt wurde. Am 8. Dezember sind weihnachtliche Werke des Komponisten von Liederkranz und dem Ensemble Dimuthea in St. Michael zu hören

Von Dr. Heinrich Lindenmayr

Max Welcker, Pädagoge und Komponist (1878 – 1954), verlor bei einem Bombenangriff auf Augsburg, vermutlich in der Augsburger Bombennacht Ende Februar 1944, seine Wohnung. Er zog zu seinem Onkel nach Krumbach, in das Gebäude der heutigen Michaelsapotheke. Noch im gleichen Jahr übernahm der erfahrene Organist und Chorleiter die „Chorgemeinschaft Liederkranz Krumbach“ und dirigierte sie zehn Jahre lang. An das Wirken von Max Welcker in Krumbach erinnert heute der Max-Welcker-Weg, ansonsten ist der Komponist kaum noch bekannt.

Dass er vergessen wurde, mag erstaunen, denn Max Welcker war im Musikleben seiner Zeit eine anerkannte Größe. 578 Kompositionen hat er veröffentlicht, 14 Verlage druckten seine Werke. Besonders populär war beispielsweise sein „Zwetschgendatschi“, den der berühmte Volkssänger und Kabarettist Ferdl Weiß monatelang in München mit großem Erfolg aufführte. Auf seinen Reisen durch Europa traf Max Welcker über 500 Chorleiter und Dirigenten, die seine Werke schätzten und aufführten. Es ist eine Musik im Stil der Spätromantik, handwerklich sauber gearbeitet, durchaus auch volkstümlich, eine Musik, die, wie der Dresdener Pianist und Entertainer Rolf Schinzel sagt, ans Herz geht.

Emotional stark hatte Rolf Schinzel in seiner Kindheit ein Weihnachtslied berührt, das sein aus dem Sudetenland vertriebener Vater in Norddeutschland kennengelernt hatte und das in seiner Familie zum Christfest immer gesungen wurde. Später hat er Melodie und Text aus dem Gedächtnis niedergeschrieben und bei Weihnachtskonzerten aufgeführt. Da sich immer wieder Konzertbesucher über das Lied begeistert äußerten, forschte Schinzel schließlich nach dem Komponisten und stieß auf Max Welcker.

Im Zuge seiner Beschäftigung mit dem Komponisten entdeckte er eine Fülle von Weihnachtsliedern aus der Feder von Max Welcker, darunter auch etwas Einmaliges: Von Welcker gibt es ein „Stille Nacht, heilige Nacht“, achtstimmig und doppelchörig. Der eine Chor singt die originale Fassung von Franz Xaver Gruber, der andere Chor singt Melodie und Text von Max Welcker. Das sei keine der üblichen Bearbeitungen, das sei etwas ganz Eigenständiges und Wunderschönes, meint Rolf Schinzel.

Leider hatte man in der Nachkriegszeit in Deutschland wenig Sinn für spätromantische Musik. Zudem nahm in den 60er Jahren die Zahl der Männerchöre stark ab und gerade für sie hatte Welcker viel komponiert. Keineswegs nur romantisch und heimelig empfinde man heute diese Musik. Und weil das so sei, habe er beschlossen, Welcker biografisch und musikhistorisch zu erschließen. Für den „Literaturherbst Krumbach 2020“ geplant ist eine Lesung von Rolf Schinzel aus der Welcker-Biografie, an der er gerade schreibt.

Eine besondere Rolle dürfte Krumbach bei der Wiederentdeckung von Max Welcker spielen. Denn der eine Teil seines musikalischen Nachlasses liegt im Staats- und Stadtarchiv Augsburg, der andere im Mittelschwäbischen Heimatmuseum in Krumbach. Insgesamt rund 600 Einzeldokumente befinden sich im Krumbacher Museum, erklärt Museumsleiterin Anita Roth. Handschriftliches, Fotos, Dokumente und Kompositionen hat sie in vier graue Kartons eingeordnet. Daneben gibt es auch „Handgreifliches“: Metronom, Stimmgabel, Stimmschlüssel, Taktstock und Schulgeige von Max Welcker, der in seinen letzten Lebensjahren in Krumbach unterrichtete und als Konrektor ausschied. Was es mit seinem Spitznamen „Sultan“ auf sich hatte, darüber könnte Schinzels Lesung im Herbst des nächsten Jahres Aufschluss geben.

Warten müssen die Krumbacher aber nicht lange auf eine Wiederbegegnung mit dem Werk von Max Welcker. Das Ensemble „Dimuthea“ aus Dresden und die Chorgemeinschaft Liederkranz Krumbach führen unter der Leitung von Prof. Reinhart Gröschel und Wolfram Seitz Weihnachtliches von Max Welcker auf, und zwar am 8. Dezember um 16 Uhr, in der Stadtpfarrkirche St. Michael.

Über 600 Dokumente zu Leben und Werk des Komponisten Max Welcker liegen im Mittelschwäbischen Heimatmuseum. Museumsleiterin Anita Roth freut sich über diesen „Schatz“. Foto: Dr. Heinrich Lindenmayr

Der Tonsetzer Max Welcker wirkte zehn Jahre in Krumbach. Hier leitete er den Liederkranz.


Variantenreich “Stille Nacht” in der Hoffnungskirche

(Sächsische Zeitung, 29. November 2019)

Die Städtischen Sammlungen bitten zum Weihnachtskonzert nach Hainsberg – mit einem außergewöhnlichen Programm.

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Variantenreich "Stille Nacht" in der Hoffnungskirche


Noch nie gehörte “Stille Nacht!”

(Sächsische Zeitung, 29. November 2018)

Dresdner lassen vergessene Weihnachtslieder für eine CD aufleben und schenken einem Klassiker neuen Klang.


Ein Villinger sucht und findet die Wurzeln eines ganz besonderen Weihnachtsliedes

(SÜDKURIER, 19. November 2018, 17:40 Uhr)

Der gebürtige Villinger Rolf Schinzel hat die Weihnachtslieder von Max Welcker neu entdeckt und sogar eine CD veröffentlicht. Alle Sprösslinge der Familie sind in der Region musikalisch verwurzelt. Mit zwei Hörproben im Video!

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Südkurier

Der gebürtige Villinger Rolf Schinzel hat die Weihnachtslieder von Max Welcker neu entdeckt und sogar eine CD veröffentlicht. Alle Sprösslinge der Familie sind in der Region musikalisch verwurzelt. Mit zwei Hörproben im Video!

von Claudia Hoffmann

Villingen-Schwenningen – Ein Lied, das der Vater immer an Weihnachten gesungen hat, war für den Musiker Rolf Schinzel der Auslöser, eine CD mit unbekannten Weihnachtsliedern des völlig in Vergessenheit geratenen schwäbischen Komponisten Max Welcker aus Augsburg aufzunehmen. Rolf Schinzel ist in Villingen geboren und aufgewachsen, seit 1990 lebt er in Dresden, wo er direkt nach der Wende eher durch Zufall gelandet ist.


Rolf Schinzel hat keine Mühen gescheut, um die Wurzeln des Weihnachtsliedes „Lichterglanz vom Himmelszelt“ aufzuspüren. Das Lied wurde im Kreise der Familie Schinzel in Villingen immer an Weihnachten gesungen. Bild: Robert Jentzsch
Rolf Schinzel hat keine Mühen gescheut, um die Wurzeln des Weihnachtsliedes „Lichterglanz vom Himmelszelt“ aufzuspüren. Das Lied wurde im Kreise der Familie Schinzel in Villingen immer an Weihnachten gesungen. Bild: Robert Jentzsch | Bild: Robert Jentzsch 0179-3288989

Ohne das Lied „Lichterglanz vom Himmelszelt“ gab es bei Familie Schinzel in Villingen kein Weihnachten. Rolf Schinzel hat noch vier Schwestern, die alle noch in Villingen und der Region leben und ebenfalls sehr musikalisch sind. Martina Hanke lebt in Wolfach im Kinzigtal und spielt seit vielen Jahren beim Sinfonieorchester Villingen-Schwenningen mit, Pia Binkert spielt im großen Orchester der Stadtmusik, und Regina Thoma ist seit Jahrzehnten beim Spielmannszug. Auch Rolf Schinzel selbst hat früher bei der Stadtmusik Horn gespielt. Seine Schwester Monika hat sogar ein Arrangement für die CD ihres Bruders beigesteuert.

Auf Recherche

„Mein Vater hat dieses Lied nach dem Zweiten Weltkrieg und der Vertreibung aus dem Sudetenland in den 50-er Jahren wohl in Norddeutschland kennengelernt“, erzählt Schinzel. Der Vater stimmte „Lichterglanz“ an, die Familie sang „Stille Nacht“ dazu. Erst Jahre später stellte sich Rolf Schinzel die Frage, wer dieses Lied, das für ihn untrennbar mit seiner Kindheit, seiner Jugend und seiner Familie verbunden ist, eigentlich komponiert hat. Eine lange Suche begann. Erst vor einiger Zeit wurde Rolf Schinzel fündig und stieß auf den Namen Max Welcker. „Noten waren aber nicht erhältlich und so habe ich es aus dem Gedächtnis ausgeschrieben und auf verschiedenen Weihnachtskonzerten gespielt“, so Schinzel.

Wichtiger Fund in Bayern

Stets gab es Nachfragen nach diesem Lied und dies spornte Schinzel an, seine Recherchen zu intensivieren. Fündig wurde Schinzel schließlich in der Bayrischen Staatsbibliothek, wo Noten Welckers liegen. „Er hat rund 535 Werke hinterlassen, die aus verschiedensten Gründen in Vergessenheit geraten sind“, berichtet Schinzel. Darunter sind alleine 70 Weihnachtslieder, die nie aufgeführt und aufgenommen worden sind. Diese Lücke in der Musikliteratur hat der Villinger Musiker jetzt mit der CD „Lichterglanz vom Himmelszelt“ mit dem Ensemble Dimuthea geschlossen. In mehreren Kompositionen ist das weltbekannte Weihnachtslied „Stille Nacht“ von Franz Xaver Gruber, das dieses Jahr seinen 200. Geburtstag feiert, durch Max Welcker verarbeitet worden. So auch im Lied „Lichterglanz vom Himmelszelt“.

Biographie erscheint im Sommer

Bei den Recherchen hat Schinzel so viel spannendes Material über den Chorleiter und Komponisten Max Welcker ausgegraben, dass der Ex-Villinger jetzt noch an einer Biografie schreibt: „Eigentlich hätte die auch an Weihnachten fertig sein sollen, aber es ist eine Fülle an Material geworden. Jetzt peile ich als Veröffentlichungstermin den Sommer 2019 an.“

Rolf Schinzel hat seine musikalische Ausbildung an der früheren Jugendmusikschule Villingen-Schwenningen mit Klavier, Gesang, Waldhorn, Kirchenorgel und Musiktheorie begonnen. Nach dem Studium hat er in Heidelberg Klavier, Gesang, Liedbegleitung und Kammermusik studiert. Danach hat er die Chance bekommen, als Assistent für Vokalkorrepetition an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ in Dresden anzufangen. Schnell hat sich Schinzel im Osten eingelebt, viele Kontakte geknüpft und schnell war für den Villinger klar, dass er in Dresden bleibt: „Ich fühle mich sehr wohl hier, es ist eine interessante Stadt.“

Schinzel auch in Zittau aktiv

Seit 2014 ist er auch in der Partnerstadt von Villingen-Schwenningen tätig, in Zittau: Er unterrichtet an der Kreismusikschule Dreiländereck in Löbau/Zittau – allerdings für deutlich weniger Geld, als seine westdeutschen Kollegen erhalten. Zu dem ohnehin schon geringeren Gehalt bezahlt die Kreismusikschule nochmals rund 30 Prozent weniger als andere Musikschulen im Osten. „Mein finanzieller Beitrag zur Wiedervereinigung beläuft sich mittlerweile sicher auf mehrere Hunderttausend Euro“, rechnet Schinzel vor. Seit 2016 hat er auch einen Lehrauftrag für Gesang an der Hochschule für Kirchenmusik der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsen in Dresden. Er hat sich in seiner Wahlheimat Dresden neben seiner Unterrichtstätigkeit ein Standbein als Musiker geschaffen, der mit verschiedenen Programmen auftritt.

Für den Vertrieb der neuen CD hat Rolf Schinzel mit einem Kollegen sogar eine Vertriebsgesellschaft gegründet: „Anders wäre das logistisch gar nicht machbar.“

Die CD

Die CD “Lichterglanz vom Himmelszelt” mit dem Ensemble Dimuthea, herausgegeben von Rolf Schinzel gibt es für 19 Euro zuzüglich Versand unter www.dimuthea.de/weihnachtscd_2018. Auch auf i-tunes ist die CD bereits erhältlich. (cho)


Max Welcker: Dresdner Chor huldigt vergessenem Komponisten

Der Dresdner Chor Dimuthea hat das Werk des bayerischen Komponisten Max Welcker (1887-1954) aus dem Dornröschenschlaf geholt
(Quelle:dpa) (Imke Zeutke,11/2018)

Wie das Ensemble am Donnerstag mitteilte, soll eine Doppel-CD mit bisher unveröffentlichten Weihnachtsliedern am 2. Dezember in Dresden vorgestellt werden.

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unisono 2/2016

Der Dresdner Chor Dimuthea hat das Werk des bayerischen Komponisten Max Welcker (1887-1954) aus dem Dornröschenschlaf geholt. Wie das Ensemble am Donnerstag mitteilte, soll eine Doppel-CD mit bisher unveröffentlichten Weihnachtsliedern am 2. Dezember in Dresden vorgestellt werden. “Welcker hat rund 535 Werke hinterlassen, die aus verschiedensten Gründen in Vergessenheit geraten sind. Darunter sind allein 70 Weihnachtslieder, die nie aufgeführt und aufgenommen worden sind”, sagte der Pianist Rolf Schinzel. Welcker stammte aus Augsburg und arbeitete auch als Organist, Chorleiter und Musikpädagoge.

Schinzel war bei der Suche nach einem Weihnachtslied seiner Kindheit auf Welcker gestoßen. In der Bayerischen Staatsbibliothek hatte er schließlich Erfolg. Dort fand er auch Kompositionen, bei denen Welcker den Weihnachtshit “Stille Nacht, heilige Nacht” von Franz Gruber verarbeitet hatte. Einige davon sind nun auf der CD “Lichterglanz vom Himmelszelt” zu hören. Die Aufnahme fällt mit einem Jubiläum zusammen. Denn vor 200 Jahren wurde der Klassiker “Stille Nacht, heilige Nacht” erstmals gesungen.

Das Ensemble Dimuthea entstand vor zehn Jahren trägt sein Programm quasi im Namen: “Die Musiktheatralischen” singen nicht einfach nur, sondern interpretieren Musik auch szenisch.
(mehr dazu bei www.rtl.de)

 

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