Mein dimuthea

Presse-Stimmen

dimuthea brachte über 50 Laien – Sänger, Tänzer und Musiker – auf die Bühne

Die Gewinner der Chorprämie 2016 zeigen sich wieder kreativ und innovativ (Uwe Winkler,unisono 2/2017)

Ein großes Musical-Konzert stellte „dimuthea“ ausschließlich mit Laien auf die Beine und brachte Dresdner Institutionen und Schulen zusammen, um das Projekt zu realisieren.

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unisono 2/2017

Die Projektleitung des Musical-Konzertes „Welcome to Wonderland“ lag bei „dimuthea – Die Musiktheatralischen e.V.“ (»unisono« berichtete im letzten Jahr ausführlich). Der Verein brachte im September 2016 über 50 Laiensängerlnnen, -tänzerlnnen und Musikerinnen auf die Bühne der Theaterruine St. Pauli in Dresden. Unter der künstlerischen Leitung von Professor Reinhart Gröschel erklangen an zwei Konzertabenden in jeweils drei Stunden 33 Titel aus elf Musicals des amerikanischen Komponisten Frank Wildhorn.
Das war nicht nur ein abendfüllendes Programm. Das Projekt stieß auf sehr großes Interesse beim Komponisten und dessen Umfeld. Denn es ist weltweit einmalig, dass ein Musicalkonzert ausschließlich mit seinen Titeln und von Laien gestaltet und durchgeführt wurde.
Beteiligt an dem Projekt waren Mitglieder des „Zentrums der menschlichen Stimme Dresden“, Abiturienten des Bertolt-Brecht-Gymnasiums sowie Tänzerinnen und Tänzer aus dem Leistungskurs der Tanzschule Herrmann-Nebl Dresden.
Interessierte Jugendliche aus dem Bertolt-Brecht-Gymnasium nebst Musiklehrerin sowie musicalbegeisterte Sängerinnen und Sänger von „dimuthea“ und dem „Zentrum der menschlichen Stimme“ fanden sich für die Aufführungen zu einem Gesamtensemble zusammen. Die Musicalband wurde ebenfalls eigens für dieses Projekt zusammengeführt, Tänzerinnen und Tänzer mussten geworben werden, Tanzszenen des Chors zusätzlich zur musikalischen Arbeit einstudiert werden. Alle 33 Titel wurden während der Konzerte komplett ohne Noten gesungen.
Die Probenarbeit begann im Februar 2016. Zunächst fanden die Proben zwei mal monatlich statt, seit dem Frühsommer gab es mehrere Probenwochenenden. Begleitet wurden die Proben und Konzerte vom Presseclub Dresden und dem Dresden Fernsehen, welche als Medienpartner gewonnen werden konnten.


NOCH NIE WAS VON FRANK WILDHORN GEHÖRT?

Uwe Hanicke bringt mit »dimuthea« ein Musical-Konzert des amerikanischen Komponisten auf die Bühne
(Imke Zeutke,unisono 2/2016)

Andrew Lloyd Webber oder Geor­ge Gershwin? Klar, Musical- und Jazz-Komponisten! Aber Frank Wild­horn? Noch nie gehört? So erging es auch dem Dresdner Laiensänger Uwe Hanicke, als er 2008 in der Dresdner Staatsoperette die Aufführung des Mu­sicals “Jekyll und Hyde” besuchte.

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unisono 2/2016

Auf den Komponisten dieses Werks auf­merksam geworden, beeindruckte Uwe Hanicke vor allem die Grazer Inszenie­rung von „Dracula” mit Thomas Borchert in der Titelrolle und Uwe Kröger als »van Helsing«. ,,Die Musik von Frank Wildhorn begeistert mich, die muss noch viel be­kannter werden”, so Uwe Hanicke auf die Frage, wie er als Physiker auf die Idee kam, ausgerechnet ein Musicalkonzert mit Me­lodien des Amerikaners Frank Wildhorn in Dresden aufführen zu wollen. Frank Wildhorn, so schwärmt er, sei der erste Komponist, der nach Gershwin drei Stücke gleichzeitig am Broadway laufen hatte. Und dies zu Recht!
Seit mehr als zwei Jahren ist der Vorsit­zende des Chorensembles »Dimuthea e.V« Uwe Hanicke nun dabei, sich seinen Traum zu erfüllen und ein Konzert mit seinen Lieblingsmelodien in Szene zu setzen. Ein riesiger organisatorischer Aufwand, der viele begeisterte Mitstreiter verlangt. So holte er sich von Anfang an Professor Rein­hart Gröschel vom Zentrum der menschli­chen Stimme als künstlerischen Leiter mit ins Boot und gewann für das Projekt die Sängerinnen und Sänger von »dimuthea«. Verhandlungen mit dem Management von Frank Wildhorn standen an, um die Rechte für die Stücke zu erhalten. ,,Frank Wildhorn selbst war sofort begeistert von unserem Konzept”, so Uwe Hanicke. Die Idee, nicht nur die großen Balladen und Duette des Komponisten vorzustellen, sondern den Schwerpunkt auf die Ensemble-Stücke zu legen, ist so in einem Konzert mit Werken des Komponisten in diesem Umfang wohl einmalig. Inzwischen laufen die Proben mit den Laiensängern von »dimuthea«, Mit­gliedern des Zentrum der menschlichen Stimme, Mitgliedern des Schulchors vom Bertolt-Brecht-Gymnasium Dresden sowie Laien- und Berufs-Musikern.
Am 10. und 11. September jeweils um 19 Uhr wird es dann soweit sein. In der der Dresdner Theaterruine Sankt Pauli wird das Musical-Konzert »Welcome To Wanderland – A Musical Tribute To Frank Wildhorn« aufgeführt. Unterstützt werden Uwe Hani­cke und Reinhart Gröschel dabei von Tanz­trainern und Berufsmusikern der Region.


„Träume aus Licht“ – der Zauber in Musik

Erstaufführung von „Träume aus Licht” in Dresden im Theaterhaus Rudi (Lilian Megerlin,unisono 4/2014)

Träume aus Licht zauberte der Veranstalter dimuthea auf die Bühne, und sein Publikum gab sich bedingungslos diesem Zauber hin.

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unisono 4/2014

Träume aus Licht zauberte der Veranstalter dimuthea auf die Bühne, und sein Publikum gab sich bedingungslos diesem Zauber hin. Aus 100 Jahren Filmgeschehen waren in akribisch-attraktiver Weise Titel zusammengetragen und auf hohem Niveau dargeboten worden, das übrigens gleich an zwei Tagen hintereinander. Das vorwiegend junge Ensemble zeigte dabei eigene Darstellungsfreude an den Darbietungen, die sich in unterschiedlicher Weise aneinanderreihten – mal als Solo, mal „chorisch“, mal mit Humor, und immer schauspielerisch untermauert – Musik und Theater eben!
2012 trat dimuthea zum ersten Mal an die Öffentlichkeit mit „Theater, Theater, nichts als Theater“. Inzwischen ist man gereift, ohne dabei die jugendliche Frische zu verlieren. Wie gesagt, aus 100 Jahren Filmgeschichte waren sie gewoben – diese „Träume aus Licht“ – ein Titel, der auf die Musik von Andrew Lloyd Webber zurückgeht. Das allein bedeutete bereits Musikalität pur. Der rote Faden, der sich fast unmerkbar durch das Programm zog, bot sensible und/oder auch launige Spielweise, bereichert durch filmische Darstellungen auf der Leinwand. Generationsübergreifend war die Begeisterung des Publikums jederzeit zu spüren, wobei meine Altersgruppe wahrscheinlich jeden Titel hätte mitsingen können. Diese alle hier aufzulisten würde den Rahmen meiner Zeilen sprengen. Mir jedenfalls gefiel die Veranstaltung am Sonnabend so gut, dass ich beschloss, am nächsten Tag noch einmal wiederzukommen. Und das habe ich getan und genossen.
Bliebe noch Reinhart Gröschels Dirigat aus dem Hintergrund zu erwähnen: Es beherrschte in jeder Phase die Szenerie. Ich hätte mir nur gewünscht, dass beim „Piano“ junger Solostimmen das Piano etwas verhaltener gewesen wäre.
Die hundertjährige Filmgeschichte hat sicher noch viel mehr zu bieten, und ich denke, dass Reinhart Gröschel und seine Crew schon noch einiges herausfiltern werden. Ein Hinweis von mir: Schaut doch auch mal nach bei den Comedian Harmonists. Dimuthea ist Mitglied des Ostsächsischen Chorverbandes. Aber mit reiner Chormusik lässt sich dieses Ensemble nicht ein, auch wenn manche Titel chorischen Zusammenklang atmen. Mit lokalen Kenntnissen und sehr humorvoll führte der erfahrene Moderator Andreas Mann durch das Programm. Die 6. Auflage eines Konzertes in dieser Konstellation wird sicher nicht lange auf sich warten lassen.
Ich würde mir mehr solcher Außenseiter im Verband wünschen. In diesem Sinne meine Empfehlung an unsere Chöre: Schaut doch beim nächsten Konzert dieser Außenseiter ganz einfach mal rein. Es lohnt sich bestimmt! Ich bin jedenfalls ganz sicher „Wiederholungstäter“.
Was dimuthea zu wünschen wäre? Ein paar Männer vielleicht, auch wenn es in der Operette „Gasparone“ von Carl Millöcker heißt: „Es gibt keine Männer mehr“. Na ja, das stimmt nicht ganz. Auf ein andermal, liebe Freunde – ich freue mich auf eure neuen „Träume aus Licht“. Wer mehr über das Ensemble erfahren möchte und auch die Termine nicht verpassen will, findet alle Informationen unter www.dimuthea.de oder auf Facebook.


„Träume aus Licht” mit dimuthea

Premiere von „Träume aus Licht” im Alberttreff Großenhain (Anja Schmidl, Besucherin,unisono 2/2014)

DieMUsikTHEAtralischen e.V. (dimuthea) aus Dresden eröffneten mit dem Programm „Träume aus Licht – wir machen Musik aus über 100 Jahren Filmmusikgeschichte” die diesjährigen Theatertage in Großenhain/ Sa. Und da ging wirklich gleich das Thea­ter-Film-Licht an.

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DIeMUsikTHEAtralischen e.V. (dimuthea) aus Dresden eröffneten mit dem Programm „Träume aus Licht – wir machen Musik aus über 100 Jahren Filmmusikgeschichte” die diesjährigen Theatertage in Großenhain/Sa. Und da ging wirklich gleich das Thea­ter-Film-Licht an.
Die Verknüpfung von Singen und Spielen sowie der Projektion von Filmtrailer und Hintergrundbildern war eine außerge­wöhnliche Besonderheit dieses 90-minütigen Programmes. So liefen zu dem sehr emotionalen „May it be” aus „Herr der Ringe” beeindruckende Landschafts­aufnahmen und man wurde auf „Solo­Sunny” mit einem kleinen Filmausschnitt eingestimmt.
Die Bühne des „Alberttreff” war wie eine Revue-Treppe abgestuft. So waren die 15 Sängerinnen und Sänger in verschieden­sten Choreografien und Spielszenen nahe am Publikum und dieses mit in die Film­musiken und die Handlungen hinein­nahmen – eine wunderbare Symbiose von Darstellern, Filmbeiträgen und Publikum! UFA, MGM, DEFA und weitere namhafte Filmfabriken waren mit Melodien unter an­derem aus “Solo Sunny”, “Herr der Ringe”, “Wie im Himmel”, “Immer nur du”, “Sister Act” und “Singin In The Rain” vertreten.
Sehr ergreifend, wie die Schlussszene von “Wie im Himmel” – im Film mit freiem Chor­gesang – in „Lenas Lied” hinüberglitt.
Die sängerischen und darstellerischen Lei­stungen von dimuthea ließen aufhorchen: Da ist ein gutes vielfarbiges Stimm- und Spielmaterial vorhanden und ein echtes Ensemblegefühl, bei dem Lust am Spiel, Freude am Singen und manche tolle Einzel­und Chorleistungen zu bewundern waren. Die musikalische Breite des Repertoires be­deutet Abwechslung im Programm. Percussive Elemente aus dem Ensemble heraus ergänzten diesen als richtig gelun­gen zu bezeichnenden Auftritt dimutheas mit guten kreativen Ideen.


Für Hirn und Herz

Konzert und Spiel mit DIMUTHEA im Rudi (W. Zimmermann, DNN vom 18.7.2012)

Mit dem etwas empörten Hinweis „Um Himmelswillen, nein! Das sind weder Russen noch Griechen, das sind alles waschechte Dresdner!” klärte man den Rezensenten vor dem Konzert von DI­MUTHEA im Theaterhaus RUDI auf.

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Presse: DNN vom 18.7.2012

Mit dem etwas empörten Hinweis „Um Himmelswillen, nein! Das sind weder Russen noch Griechen, das sind alles waschechte Dresdner!” klärte man den Rezensenten vor dem Konzert von DI­MUTHEA im Theaterhaus RUDI auf. Der hätte das zwar irgendwann sicher auch geschnallt. Doch wissen ist natür­lich besser als ahnen. Was aber verbirgt sich nun hinter dem durchaus nach Ouzo und Olymp klingenden Wort DI­MUTHEA? Ganz einfach: Es ist lediglich die Kurzfassung des Wortungetüms „Die MUsikTHEAtralischen”. ein Verein, in dem sich sanges- und spielfreudige Dresdner beiderlei Geschlechts (inklusi­ve Kinder) organisiert haben. Um ge­meinsam zu singen. Zu tanzen. Zu schauspielern. Demgemäß nennt sich ihr aktuelles Programm auch „Theater, Theater. nichts als Theater”, dessen bestens besuchte Premiere nun im Rudi stattfand. Künstlerischer Leiter des Pro­jektes ist Reinhart Gröschel (ein gebür­tiger Vogtländer des Jahrgangs 1956), geprobt wird immer donnerstags im der Aula der 25. Grundschule „Am Pohland­platz”. Zwölf Frauen, vier Männer und einige Kinder bilden das Ensemble.
Einen roten Faden durchs Programm gibt es trotz aller gegenteilger Beteue­rungen schon. Gezeigt wird im Spiel nämlich die erste Probe zu einer neuen Show. Mit dem Hinweis „Wir haben kei­ne Programmfolge und auch keine Titel­liste gedruckt!” wird der Zuschauer zugleich auf ein gespieltes Provisorium eingestimmt. Der Aufruf, sich überraschen zu lassen, funktioniert tatsäch­lich: Es gibt Gelegenheit, einen durch­aus komplizierten Probenprozess nachempfinden zu können. Mit all den dazugehörigen kleinen Eifersüchteleien, mit Streitereien, Sticheleien und jeder Menge anderem Zoff – wie dem Män­nermangel im Ensemble. Die Frauen fordern nämlich: „Wir wollen keine Männer mehr spielen! Ergo geht es auf Männersuche. Mit Glenn Millers „Chattanooga Choo Choo” besteigt man einen Zug. Man begegnet zwar einer Gruppe singender Mönche, die aber mit der von den Frauen favori­sierten Musik absolut nichts am Hut haben. In einem Biergarten werden die Frauen dann aber tatsächlich fündig, treffen auf einen singenden Koch und einen ebenfalls singenden Kellner. Und einer von denen intoniert dann mit In­brunst „Ein bissl fürs Hirn und ein bissl fürs Herz” (aus dem Mozart-Musical, dessen Text Michael Kunze geschrieben und dessen Musik Sylvester Levay kom­poniert hat). Gassenhauer aus UFA-Fil­men („Ach wie ist der Jonny schön!”) und verschiedenen Musicals (wie der groteske Geschlechterstreit aus lrving Berlins „Annie Get Your Gun”, in dem es heißt „Alles was Du kannst, das kann ich viel besser” oder auch das leicht pa­thetische „There’s No Business Like Show Business”) verknüpfen die Handlung lose miteinander. Selbst Schlager wie „Ganz Paris träumt von der Liebe” und Monty Pythons unsterblicher Song „Al­ways Look On The Bright Side Of Life” dür­fen im Programm nicht fehlen.
Die gute Stimmung und die Spielfreu­de der munteren Akteure nahmen im Laufe des Abends noch zu. Je sicherer man sich auf der Bühne fühlte und je intensiver der Beifall anfeuerte. Selbst bei der GEMA bedankte sich das En­semble lautstark. Nämlich für deren so großzügig erteilte Erlaubnis, im Stück drei Musiktitel aus Disney-Filmen auf­führen zu dürfen. Dieser Dank wird den gerade so intensiv in der öffentlichen Kritik stehenden Urheberrechtsschüt­zern sicher wie Öl runtergehen. Tantie­men muss DIMUTHEA wohl dennoch zahlen.


Theater, Theater, nichts als Theater

DieMusikTheatralischen (dimuthea) luden zur Premiere (Lilian Megerlin, unisono 4/2012)

Dass sie Außenseiter sind, wussten Freunde und Leser spätestens dann, als man sie im Heft 03/11 von unisono als neues Mitglied des Ostsächsischen Chorverbandes vorstellte. Das einzige, was da auf Choriges schließen ließ, war die Tatsache, dass irgendwie und irgendwann gemeinsames Singen angesagt war und ist.

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Presse: unisono 4/2012

Dass sie Außenseiter sind, wussten Freunde und Leser spätestens dann, als man sie im Heft 03/11 von unisono als neues Mitglied des Ostsächsischen Chorverbandes vorstellte. Das einzige, was da auf Choriges schließen ließ, war die Tatsache, dass irgendwie und irgendwann gemeinsames Singen angesagt war und ist. Ansonsten sind sie halt Exoten – die zur Stunde 17 Mitglieder einer Gruppe, die im Jahre 2008 auf Initiative von drei Musikinteressierten entstand und die sich ich in ihrem Vorstellungsartikel „Freies Vokalensemble“ nannte. Allerhand haben sie von Anfang an auf ihre Fahnen geschrieben: Musical, Operette, Klassisches, Spiritual, Swing und… – nur eben keine Chormusik im eigentlichen Sinne.
Mit ihrem ersten öffentlichen Auftritt ließen sie sich Zeit, mehr Zeit, als sie eigentlich geplant hatten. Ihre Premiere war nämlich bereits für April 2012 angesagt, fand aber erst ein Vierteljahr später statt, was letztendlich nicht zu Lasten der Spannung ging und sicher auch nicht zu Lasten der Qualität. Viele Zuschauer waren interessiert am „dimuthea“-Theater – auch ich, hatte ich doch noch in meiner offiziellen unisono-Zeit den Entstehungs- und Reifeprozess dieses Ensembles mitverfolgt. Und dann war es so weit! Pünktlich um 19.00 Uhr hob sich am 15. Juli im Theaterhaus „Rudi“ der Vorhang. Ach so – es war ja gar keiner da. Alles vollzog sich auf offener Bühne vor dem Publikum. Da wurden die sparsamen meist selbst geschaffenen Kulissen hin und her getragen, wie man sie gerade für die einzelnen Bilder – und um die ging es eigentlich – brauchte. In 9 Szenen, die von Uwe Hanicke erdacht und von Professor Reinhart Gröschel musikalisch inszeniert, einstudiert und geleitet wurden, führten die Akteure ihr Publikum durch das Geschehen – mit gesanglichen Einzeldarbietungen, mit gemeinsamem Gesang, mit theatralischer Szenerie – eigenwillig, kreativ, satirisch, humorvoll, aber auch hin und wieder hintergründisch ernsthaft. Die musikalische Bandbreite reichte von Barock bis Klassik, von Operette bis Musical und noch weiter in andere Genres. Bliebe zu erwähnen, dass man sich die Erlaubnis für die dargebotenen Titel erst beschaffen musste – wahrlich keine kleine Aufgabe. Betrachtet man nur das kollektive Singen oder die solistischen Einlagen, könnte eigentlich eine Chorinteressierte wie ich zufrieden sein und meinen, das Ganze sei ein Erfolg. Der war es ja auch, aber zusätzlich gab es noch die Szenerie, denn das Ganze war ja „Theater“.
Und hier meine ich, dass die locker aneinander gereihten Bilder ein durchgehendes Szenarium nicht immer erkennen ließen, die musste ich mir nachträglich erst erlesen. Vielleicht wäre ein Erzähler/eine Erzählerin, der oder die das Publikum von Bild zu Bild führt, eine Verständnishilfe gewesen. Vielleicht aber war auch nur die zu laute Stagepianobegleitung, die oft gegen das Textverständnis und sogar gegen die sängerische Leistung ging, schuld daran, dass man den großen Bogen des Geschehens nicht immer erkannte. „Alles was du kannst, das kann ich viel besser“ wirkte zum Beispiel aus dieser Sicht zu zaghaft, und der Text des „Musikkritikers“ war kaum zu verstehen. Hier besteht wohl noch „Trainingsbedarf“.
Alles in allem war es gelungenes „Theater“, auf dessen Neuauflage man gespannt sein darf.
Ich freue mich jedenfalls auf die Fortsetzung.
Ach ja – eines hatte „dimuthea“ doch mit den üblichen Chören (Frauenchöre ausgenommen) gemeinsam: den Männermangel. Es gibt wohl keine (singenden) Männer mehr, oder?
Wer über dimuthea noch mehr wissen möchte und vielleicht neugierig geworden ist, der findet unter www.zentrum-stimme.de/dimuthea weiter Informationen und Termine für die nächsten Aufführungen von „Theater, Theater, nichts als Theater“.


dimuthea – DIeMUsikTHEAtralischen – stellt sich vor: Braucht Dresden noch ein Vokalensemble?

(Reinhart Gröschel und Uwe Hanicke, unisono 3/2011)

Wenn sich donnerstagabends die 15 Sänger-Innen im „ZENTRUM der menschlichen STIMME” (Niederwaldstr. 10 in Dresden) treffen um zu üben, gibt es viel zu erzählen und zu lachen. Die Gesichter strahlen.

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unisono 3 11

Wenn sich donnerstagabends die 15 SängerInnen im „ZENTRUM der menschlichen STIMME” (Niederwaldstr. 10 in Dresden) treffen um zu üben, gibt es viel zu erzählen und zu lachen. Die Gesichter strahlen. Neues wird ausgetauscht, Persönliches und Berufliches und im Tango-Rhythmus geht es klingend weiter in die Probe: „Jimmy, der will tanzen geh’n!”. Wir stellen uns die zugezogenen Fensterläden der Nebenstraßen in Buenos Aires vor, Menschen, die mit den Nachbarn tuscheln; und doch: es ist „nur” ein KANON …
SINGEN & SPIELEN. Singend spielen. Spielend singen.
Im Oktober 2008 wurde dimuthea als >Freies Vokalensemble< durch drei musiktheatralisch Engagierte ins Leben gerufen. Im Jugendhaus des CVJM zu Dresden-Laubegast fanden wir ein erstes Probendomizil und versuchten, ein wenig Stadtteilausstrahlung zu bekommen. Das gelang eher weniger. Umso mehr drängte sich erneut die bange Frage auf: Braucht Dresden noch ein weiteres Vokalensemble? Unsere Antwort eindeutig: JA! Warum? Es gibt doch in Dresden schon circa 60 Chöre aller couleur. Viele institutionell hoch angebunden an berühmte und weniger berühmte Musikhäuser und -orchester. Sind sie dort nicht auch oft billige Arbeitskräfte mit Disneyland-Erfahrungs und Erlebniseffekt? Ähnlich den WalzertänzernInnen, welche beim Semperopernball zum Beispiel die Garderobe selbst zahlen, um „einmal dabei sein zu können”!? JA, JA! Weil die Musik aus Musical, Operette, Weltmusik, Spirituals, Klassischem, Swing, Evergreens mit ihren humorvollen, satirischen, ernsthaften, klangvollen und mitreißenden Melodien und Themen vom Leben erzählt; von den vielen Charakteren, Geschichten, Begegnungen, von freud- und leidvollen oder grau und verbittert ringenden, von lachenden, fröhlichen, lustigen Gesichtern. JA, JA, JA! Dresden braucht ein weiteres Vokalensemble! Nicht nur mit guten und engagierten Sängerinnen und Sängern, sondern auch mit Mitstreitern, die sich im Singen und Spielen entdecken, die Möglichkeiten ihres Ausdrucks ausloten und ausprobieren! Und das nicht in Karaoke oder im Playback-Stil, sondern leibhaftig! dimuthea ist ein Laienensemble, in dem sich StudentenInnen, SeniorenInnen, eine Kosmetikerin, ein Me-dienfachmann, eine Beamtin, KünstlerIn-nen, LehrerInnen …, begegnen. Eine bunte Mischung unserer Kulturgemeinschaft, die sich Gesellschaft nennt. Und inzwischen klingt es nicht nur in „My fair Lady” auf der Vokal-Bühne, sondern auch in den persönlichen und Ensemble-Begegnungen ganz herzlich: Ich bin gewöhnt an dein Gesicht! Und weil das so ist, wird im April 2012 unser erstes in sich geschlossenes Programm Premiere haben: „Theater, Theater, nichts als Theater” . Darin werden Ensembles- und Solobeiträge erklingen, spielerisch verbunden mit einer kleinen Geschichte unter anderem aus „Der Glöckner von Notre Dame”, „Mozart!”, „Kiss Me Kate”, mit Humorvollem nach Mozart, Madrigalen, Spirituals, Evergreens und immer wieder im Streit der Geschlechter gern (aus-)gespielt: Alles, was du kannst, das kann ich viel besser! Dazu bald mehr hier oder unter www.zentrum-stimme/dimuthea.com. Natürlich sind MitstreiterInnen immer willkommen.

 

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